Socio-Economic Review Annual Prize 2017

I am very honored to have received SER’s annual best paper award for Left without choice? Economic ideas, frames and the party politics of value-added taxation

Many thanks to the editors, especially David Rueda and the reviewers. Also many thanks, of course, to the award giving committee.

You can find the article on the journal website here.

Abstract: This article investigates how different ideas about value-added taxation (VAT) frame the partisan politics of the welfare state. It employs a content analysis of German and British politicians’ motives in parliamentary debates on whether and why to increase VAT rates. A qualitative comparison reveals that there are remarkable differences between the two countries. In Germany, there is a clear and consistent shift in the efficiency frame from macroeconomic condemnation to microeconomic appraisal even among left politicians. This is not visible in British debates, where traditional partisan contestation prevails. The difference in efficiency frames is closely related to unemployment becoming a much more salient issue in Germany than in the UK. The quantitative analysis shows that speakers are indeed more likely to mention the efficiency frame when they are concerned about the labour market.

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How to Ask for a #LetterofRecommendation #LoR

Dear all,

in a previous post I tried to take the easy route, just recommend someone else’s blogs on how to ask for a letter of recommendation. Somehow this does not work as I expected, so here are my quick bullet points for students, ex-students or anyone else who thinks a letter of recommendation from myself or anyone like me can be useful. (No irony intended. Okay, yes, a little irony was intended.)

1.) Please be aware that there is an inflation of LoRs. Nowadays even a small workshop or summer school wants such things. This means that professors need to write dozens of LoRs each month. To make this easier please be prepared when you approach the professor.

2.) Who wants the LoR? What do you know about them?

3.) Why do you want it? What for? (job search, stipend, summer school etc.)

4.) What do you want your professor to put into the LoR? You can lift the burden by suggesting specific issues yourself (language, previous experience,…). Should you prepare whole sentences? Well, sometimes it can be handy for a professor to include bits and pieces. LoRs are challenging for students to write, so do not try it. Most professors anyway insist in using their own writing style to keep in charge.

5.) The more specific you are in what you think helps your LoR the better. Background info such as a CV or a proposal (research, work…) is helpful, but often a bit cumbersome. Better give some specific ideas what to highlight or mention.

6.) Don’t forget to mention the most basic but most important details: Who is the recipient, address, deadline, mode of submission. In very few cases you will receive the LoR directly. Hence, the clearer the instructions where to send and when the quicker the LoR will get to its destination.

As always, let me know if I am missing something.

Best

AK

 

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Kurzbeitrag zur #ZukunftderArbeit, #Robotik und #Digitalisierung https://aktuell.uni-erfurt.de/2018/04/26/arbeitswelten-der-zukunft-3-prof-dr-kemmerling/

„Arbeitswelten der Zukunft“ #3: Prof. Dr. Achim Kemmerling – Robotik und die Zukunft der Arbeit

Das neue Wissenschaftsjahr des Bundesministeriums für Bildung und Forschung widmet sich 2018 dem Thema „Arbeitswelten der Zukunft“. Es soll „erkunden, welche Chancen sich eröffnen und vor welchen Herausforderungen wir stehen“. Forschung, Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur suchen gemeinsam nach Antworten auf Fragen zu den Arbeitsplätzen von übermorgen. Auch die Universität Erfurt beteiligt sich mit einer Beitragsreihe wieder am Themenjahr des BMBF und geht dabei aus geisteswissenschaftlicher Sicht der Frage auf den Grund, wie sich zukünftige Arbeitswelten gestalten werden. Welche Ängste bringen Digitalisierung und Robotik mit sich? Wie haben sich Berufe gewandelt, beispielsweise der Lehrerberuf, die Arbeit in Bibliotheken und Archiven oder die Tätigkeit des Forschers selbst? Was ist Arbeit überhaupt, etwa lediglich die Erwerbstätigkeit oder nicht doch alles, was uns im Leben prägt, von familiären und freundschaftlichen Beziehungen bis hin zur Muße? Welche Rolle spielen zukünftig Internationalisierung, Ehrenamt, ständige Leistungssteigerung und Work-Life-Balance? Und wie müssen sich Unternehmen verändern, um zukunftsfähig zu bleiben? Diese und weitere Fragen sollen in der Textreihe „Arbeitswelten der Zukunft – Beiträge der Universität Erfurt zum Wissenschaftsjahr 2018“ diskutiert werden.

Im dritten Beitrag der Reihe zeigt Prof. Dr. Achim Kemmerling, Professor für Public Policy and International Development an der Willy Brandt School of Public Policy der Universität Erfurt, inwiefern die Angst vor technischem Wandel heute schon die Politik prägt:

Arbeit ist ein knappes Gut in modernen Gesellschaften. So knapp, dass viele Menschen eine Art Tunnelblick entwickeln: Sie können an nichts Anderes mehr denken als an die Sicherheit ihres Jobs oder die Chance, einen neuen Job zu finden. Die Psychologen Mullainathan und Shafir zeigen, wie Menschen in solchen Situationen die falschen Entscheidungen treffen können. Sprich: Wer sich zu sehr auf das Thema konzentriert, erreicht genau das Gegenteil – so als versuche man einen zerbrechlichen Gegenstand mit zu viel Kraft festzuhalten.

Vor diesem Hintergrund wirken die jüngsten Studien zu den Arbeitsmarkteffekten der Automatisierung und Robotik einschüchternd. Eine vielzitierte Studie der Ökonomen Frey und Osborne rechnet für manche Branchen mit bis zu 50 Prozent Jobverlust. Wenngleich andere Autoren zu weniger dramatischen Befunden kommen: Die Unsicherheit im öffentlichen Diskurs ist sichtbar.

Dabei ist oft unklar, was genau gemeint ist: Automatisierung, Digitalisierung oder technischer Fortschritt im Allgemeinen? Auch sind diese Phänomene nicht besonders neu, Rationalisierungsprozesse in Industrieproduktion gibt es schon seit Langem. Was jedoch in jüngster Zeit besonders greifbar scheint, sind Themen wie selbstfahrende Autos – immerhin hängen mehr als zehn Prozent der Arbeitsplätze in Deutschland mit Autofahren zusammen. Automatisierung wird auch plastisch in Form von elektronischen Haushaltshilfen. Digitalisierung schneidet zudem eine Schneise in die früher als sicher geltenden Schreibtischjobs, z.B. Versicherung oder Buchhaltung. Ihre Zuspitzung finden solche Debatten im Thema der künstlichen Intelligenz, die eindeutig auch hochwertige Arbeitsplätze gefährden könnte.

Aus wissenschaftlicher Perspektive wird bereits viel über das projizierte Ausmaß des technischen Wandels geforscht. Aber was wissen wir darüber, wie diese Diskussion den öffentlichen Raum verändern und vielleicht sogar Politik-Ergebnisse beeinflussen könnte? Diese Frage ist in zweierlei Hinsicht nicht trivial. Erstens kommen, wie bereits angedeutet, wirtschaftswissenschaftliche Studien zu höchst unterschiedlichen Ergebnissen. Es herrscht daher immer noch ein hohes Maß an Unsicherheit über die tatsächlichen Konsequenzen. Zweitens reagieren sowohl öffentliche Meinung als auch der politische Prozess nicht rein sachlich oder ungefiltert auf diese Information, sondern es kommt zu Unterschieden zwischen tatsächlichen und wahrgenommen Bedrohungen. Beispielsweise springen Medien und Politiker nicht auf alle Themen in ähnlicher Weise an, und sie sind sich dessen manchmal auch gar nicht bewusst.

Es gibt zwar schon einige Beiträge darüber, wie Gesellschaft und Politik das Problem wahrnehmen, dennoch steht die Forschung hier noch relativ am Anfang. Aber man kann vergleichen: Was lassen vergangene Innovationswellen für die derzeitige Diskussion erwarten? Und welche Folgen hat es, wie derzeit über Zukunft argumentiert und verhandelt wird, schon jetzt für die Politik?

Wirtschaftshistoriker wie Mokyr und andere zeigen, dass die verändernde Kraft neuer Technologien ein stetig wiederkehrendes Thema ist. Allerdings gibt es dabei nicht nur Episoden von Fortschrittsangst, sondern auch solche (naiven) Fortschrittsglaubens. Angewandt auf die aktuellen Diskussionen zur Zukunft der Arbeit bedeutet dies zwei Dinge: Erstens ist zu konstatieren, dass selbst führende Wirtschaftsvertreter argumentieren, dass dieses Mal wirklich etwas fundamental Neues entsteht. Zweitens hat jede Innovationswelle immer auch große Verwerfungen erzeugt. Politik hat dann versucht, diese zu kompensieren. In der Vergangenheit war die Reaktion jeweils eine Ausweitung des Wohlfahrtsstaates, z.B. beim Sprung einer Agrar- in eine Industriegesellschaft, und dann von einer Industrie- in eine Dienstleistungsgesellschaft. Diesem Anpassungsmodell sind jedoch finanzielle und strukturelle Grenzen gesetzt.

In meinen eigenen Arbeiten konzentriere ich mich daher eher darauf, wie technischer Fortschritt und Internationalisierung der Arbeit wahrgenommen und politisch verarbeitet wird. Da lässt sich schon einmal ganz vereinfacht feststellen, dass sich die öffentliche Meinung von Land zu Land erheblich unterscheidet. Dies ist teilweise ein Resultat der jeweiligen Arbeitsmarktlage, aber auch ein Ergebnis tieferliegender Arbeitsmarktstrukturen. Insbesondere sind dort, wo Übergänge im Arbeitsmarkt – etwa von Job zu Job oder von anderen Phasen in ein Arbeitsverhältnis – schwierig sind, auch die Ängste größer. Und diese Ängste haben größere Wirkungen.

Daher sind solche Befürchtungen nicht folgenlos, sondern gestalten schon jetzt die Politik. Sie wirken beispielsweise auch auf Bereiche der öffentlichen Meinung, in denen man einen Zusammenhang nicht unmittelbar vermutet. Ein Beispiel ist, dass Ängste vor Globalisierung und technischem Fortschritt Leute dazu bewegen können, restriktivere Einwanderungspolitiken zu fordern oder auch kostspielige Frühverrentungsprogramme. Auch Politiker sind vor diesen Folgen nicht gefeit. Die Zukunftsdiskussion beeinflusst die Art und Weise, wie Politiker das Thema wahrnehmen und welche Entscheidungen sie treffen.

Zwei Beispiele sollen hier genügen: Zum ersten ist es interessant, zu beobachten, dass in der Debatte geradezu eine Zwangskoppelung von Zukunft der Arbeit mit dem Thema des universalen Grundeinkommens bzw. des Bürgergeldes einhergeht. Es gibt sicherlich viele gute Argumente für das Bürgergeld, es kann aber kaum der einzige große Lösungsansatz für das Problem technologischen Wandels bleiben. Manchmal funktionieren die Effekte aber auch subtiler. Da Technologie-Angst bisweilen schlecht zu greifen ist, werden eher die Symptome als deren Ursachen bekämpft. Politische Ökonomen wie Colantone und Stanig sehen beispielsweise das immigrations- und handelsfeindliche, letztlich aber erfolgreiche Wahlkampfprogramm vieler populistischer Strömungen eher durch einen Globalisierungs- oder China-Schock ausgelöst als durch den zugrundeliegenden technischen Wandel.

Daher müssen Lösungsvorschläge auch auf mehreren Ebenen ansetzen: Arbeitsmarktübergänge müssen insgesamt gestärkt werden, und zwar nicht nur zwischen Inaktivität und Arbeit, sondern in allen wesentlichen Schnittstellen. Auch ist die Wahrnehmung von Problemen und deren psychologische Wirkung wichtig, um dem Problem von Zukunftsängsten gerecht zu werden. Arbeit in der einen oder anderen Art und Weise wird auf absehbare Dauer ein wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft und ein wichtiges individuelles Identifikationsmittel sein. Aber gerade deshalb müssen wir uns vor einem allzu starken Tunnelblick hüten.

Quellen:

Arntz, M., Gregory, T., & Zierahn, U. (2016). The risk of automation for jobs in OECD countries: A COMPARATIVE ANALYSIS. OECD Social, Employment, and Migration Working Papers, (189)

Autor, D. H. (2015). Why are there still so many jobs? the history and future of workplace automation. The Journal of Economic Perspectives, 29(3), 3-30.

Colantone, I., & Stanig, P. (2016, July 7). The Real Reasons the U.K. voted for Brexit: Jobs lost to Chinese Competition. Retrieved from The Washington Post Web Site: https://www.washingtonpost.com/news/monkey-cage/wp/2016/07/07/the-real-reason-the-u-k-voted-for-brexit-economics-not-identity/?utm_term=.38a2ea3c857f

Frey, C. B., & Osborne, M. A. (2017). The future of employment: How susceptible are jobs to computerisation? Technological Forecasting and Social Change, 114(January).

Kemmerling, A. (2016). The end of work or work without end? How people’s beliefs about labour markets shape retirement politics. Journal of Public Policy, 36(1), 109-138.

Kemmerling, A. (2017). Left without a choice? Economic ideas, frames, and the party politics of value-added taxation. Socio-Economic Review 15(4): 777-796.

Mokyr, J., Vickers, C., & Ziebarth, N. L. (2015). The history of technological anxiety and the future of economic growth: Is this time different? The Journal of Economic Perspectives, 29(3): 31-50.

Mullainathan, S., & Shafir, E. (2013). Scarcity: Why having too little means so much. New York: Times Books, Henry Holt and Company.

Schmid G. (2017) Transitional Labour Markets: Theoretical Foundations and Policy Strategies. In: Palgrave Macmillan (eds) The New Palgrave Dictionary of Economics. Palgrave Macmillan, London

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Interview mit der Haniel-Stiftung

Hier ist der Link.

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Leveling the Playing Field for International Students: How to Apply to WBS Public Policy Program

Every year I get a lot of inqueries how to apply to our program. Unfortunately, I cannot give individual advice for two reasons: first, there is simply too many potential applicants who seek advice; second, answering some of them would give an unfair advantage.  So please consult our websites to look at the official criteria.

However, I do see that especially overseas students lack some previous experience and a kind of subtle insider knowledge most European or North American students would possess. To level the playing field somewhat, here are some recommendations.

1.) The statement of purpose is very important. The more specific and concise you are the better. Generic statements such as ‘My dream is to serve in presidency of my country’ do not tell much. Give specific reasons why WBS, why this institution. The more you can link to specific courses offered, people at WBS the better. The more you can give us an idea about specific interests, future goals, the better.

2.) Formats of CVs vary dramatically across countries. At WBS we accept all major formats, but do remember: the better and easier it is for those selecting the students to get the relevant info, the better. Just imagine: we have to go through 100s of applications. The easier it is to get the most important info the higher you will end up on the pile.

3.) Some main interests of ours: describe your overall grade, if you have a GPA report it, quickly give us an idea what a good grade consists of in your country; don’t list endless numbers of minature events, activities, but focus on your most important ones (usually full-time, relevant for public policy etc.), putting other stuff into a minor category etc.; writing samples or links to publications etc. are an added bonus.

Do you like these hints? Let me know.

AK

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Your Professor’s Users’ Manual #HigherEducation #highered

Your Professor’s Users’ Manual

Achim Kemmerling, WBS, Erfurt University


As any complicated, supposedly high-tech instrument your university professor comes with an instruction sheet. Please read carefully to avoid malfunctions and unnecessary wear & tear.

 

1.) Make an appointment for an office hour (mail to marvin.zeuner@uni.erfurt.de).

2.) Prepare yourself before coming to the office hour.

3.) If you want to ask for a Letter of Reference follow these instructions https://achimkemmerling.wordpress.com/2014/11/24/how-to-ask-for-a-letter-of-recommendation/

4.) If you would like discuss your term paper/ MA thesis: send or bring as print input as specific as possible. What’s the research/ policy questions? What literature will you look at (examples)? What methods will you use? What could be relevant findings?

5.) If you need a signature on a form/ sheet/ etc. print out the sheet and put it in my mail box. We will come back to you, if there are problems.

6.) If you need to excuse yourself for an absence, pls. email to Claudia.scholze@uni-erfurt.de

7.) If you want to talk about a grade pls. be aware that changing grades can only happen if there has been a factual mistake/ clerical error, but for no other reasons.

8.) If you want to talk about internships etc. please bring your CV, list of organizations you were thinking about, etc.

9.) Avoid unnecessary emails. Your professor’s brain, like any natural resource, is of limited capacity and works optimally only under careful resource management.

10.) While flattery won’t work, being kind and considerate always pays off.

 

 

 

 

 

 

Achim Kemmerling

Prof. of Public Policy and International Development

Willy Brandt School of Public Policy

Erfurt University

Achim.kemmerling@uni-erfurt.de

Achimkemmerling.wordpress.com

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Paper on excessive policy diffusion

Kristin Makszin (Hungarian Academy of Science) and I wrote a paper on the link between international policy diffusion and policy instability. It is part of an edited volume on policy diffusion, innovation and failure in eastern Europe and beyond. For details see here. My former colleague Andrew Cartwright, co-editor, has written a concise blog entry summarizing the main idea behind the edited voluem.

In the paper we look at the link of policy instability, i.e. policy changes that did not last, and when and how policy diffusion has exacerbated this instability. We argue that pension privatization in particular, is a tale of excessive ambitions, especially promulgated by supranational organizations, but that there are other instances in which diffusion-induced policy change proved to be unsustainable.

These tales are very interesting for other scholars working on international policy diffusion and social or welfare policy research. Just as an illustration, I plot the number of countries that followed a typical (partial) privatization of pension systems over time. While we see patterns consistent with policy diffusion (an S-shape), we also see indications of a boom-and-bust cycle as a lot of those countries which introduced the reforms have also partially or completely reversed them later on.

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Here is our Kemmerling_Makszin_manuscript before print. For a better copy pls. contact me directly.

 

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